SO WAS VON DA - Tino Hanekamp

so was von da ist nicht nur einfach so was von da, es ist wunderbar da. 

tino hanekamp trifft den zeitgeist, und auch voll meinen geist. man ist offenbar immer am meisten fasziniert von den menschen und dingen, in denen man sich spiegelt. so geht es mir jedenfalls mit diesem buch, welches sich eigentlich „nur“ um eine partynacht dreht, aber doch so vieles mehr vereint, weil das eine partynacht ja auch macht -  die liebe, den rausch, die absurdheit des lebens in allen möglichen formen, die liebe, freundschaften, emotionen, die sinnlosigkeit und gleichzeitig wichtigkeit einer party, momente vollkommenen loslassens und natürlich und allem voran nochmals: die liebe. ohne die wir verloren wären. die uns schlussendlich rettet – wenn man sie denn annimmt. meine liebsten stellen sind „die anleitung zur gründung einer event location“, „die publikumsstimmungsskala nach knoll & köhler“, die beschreibung von „penissen mit typen dran“ die mich an die zukunft um fünf uhr morgens erinnert, und als oscar mit einem nacktmull verglichen wird. ich meine schon nur dieses wort „nacktmull“ könnte ich hundertmal hintereinander sagen, und dabei kann ich nicht aufhören zu lachen. ausserdem wird marc aurel zitiert. (einer hinter mir und ich waren die einzigen, die bei der lesung die hand hoben, als tino fragte, wer marc aurel kennt... gut, ich muss zugeben, dass zwar eins meiner lieblingszitate von ihm stammt, ich aber noch kein buch von ihm gelesen habe. dies werde ich jedoch in bälde nachholen. mein lieblingszitat lautet übrigens: nicht den tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird zu leben). marc aurel, der römische kaiser und philosoph wird also immer wieder zitiert und sogar hitler kommt vor, einer der figuren der zeitgeschichte, die mich auch immer wieder beschäftigt. Und dann der satz, dem ich nur zustimmen kann: „schon wieder jemand, der den verstand verloren hat. aber verdächtig sind ja nicht die verrückten, sondern jene, die normal bleiben in all dem irrsinn, den wir so leben nennen.“ Und noch vieles mehr. jedenfalls inspirierte mich diese lesung, die nächste nacht stundenlang wie wild in meinen computer zu hacken, um meinen ersten organisierten event, der in einem swingerclub stattgefunden hat, zu beschreiben und meine erste kokain-erfahrung niederzuschreiben, um mich am nächsten tag zu fragen, ob ich das je veröffentlich kann oder sollte oder sogar müsste.... 

tino, danke jedenfalls schon mal für die inspiration und dem wunderbaren verständnis unserer generation, und ich hoffe echt, ich bringe je ein so gutes buch zustande wie du!  so was von da ist nicht nur einfach so was von da, es ist wunderbar da. 

tino hanekamp trifft den zeitgeist, und auch voll meinen geist. man ist offenbar immer am meisten fasziniert von den menschen und dingen, in denen man sich spiegelt. so geht es mir jedenfalls mit diesem buch, welches sich eigentlich „nur“ um eine partynacht dreht, aber doch so vieles mehr vereint, weil das eine partynacht ja auch macht -  die liebe, den rausch, die absurdheit des lebens in allen möglichen formen, die liebe, freundschaften, emotionen, die sinnlosigkeit und gleichzeitig wichtigkeit einer party, momente vollkommenen loslassens und natürlich und allem voran nochmals: die liebe. ohne die wir verloren wären. die uns schlussendlich rettet – wenn man sie denn annimmt. meine liebsten stellen sind „die anleitung zur gründung einer event location“, „die publikumsstimmungsskala nach knoll & köhler“, die beschreibung von „penissen mit typen dran“ die mich an die zukunft um fünf uhr morgens erinnert, und als oscar mit einem nacktmull verglichen wird. ich meine schon nur dieses wort „nacktmull“ könnte ich hundertmal hintereinander sagen, und dabei kann ich nicht aufhören zu lachen. ausserdem wird marc aurel zitiert. (einer hinter mir und ich waren die einzigen, die bei der lesung die hand hoben, als tino fragte, wer marc aurel kennt... gut, ich muss zugeben, dass zwar eins meiner lieblingszitate von ihm stammt, ich aber noch kein buch von ihm gelesen habe. dies werde ich jedoch in bälde nachholen. mein lieblingszitat lautet übrigens: nicht den tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird zu leben). marc aurel, der römische kaiser und philosoph wird also immer wieder zitiert und sogar hitler kommt vor, einer der figuren der zeitgeschichte, die mich auch immer wieder beschäftigt. Und dann der satz, dem ich nur zustimmen kann: „schon wieder jemand, der den verstand verloren hat. aber verdächtig sind ja nicht die verrückten, sondern jene, die normal bleiben in all dem irrsinn, den wir so leben nennen.“ Und noch vieles mehr. jedenfalls inspirierte mich diese lesung, die nächste nacht stundenlang wie wild in meinen computer zu hacken, um meinen ersten organisierten event, der in einem swingerclub stattgefunden hat, zu beschreiben und meine erste kokain-erfahrung niederzuschreiben, um mich am nächsten tag zu fragen, ob ich das je veröffentlich kann oder sollte oder sogar müsste.... 

tino, danke jedenfalls schon mal für die inspiration und dem wunderbaren verständnis unserer generation, und ich hoffe echt, ich bringe je ein so gutes buch zustande wie du!

Nach einer Lesung von Tino Hanekamp, Zürich, 2011

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